Bund veröffentlicht Nitratbericht 2016

Bergheim, den 23.01.2017:

"Die Gesamtemissionen haben 2010 gegenüber Mitte der 80er Jahre um etwa 44% für Stickstoff und 70% für Phosphor abgenommen. Der Rückgang zeigte sich bei beiden Nährstoffen vor allem bei den Punktquellen, insbesondere den kommunale Kläranlagen, und urbanen Gebieten. Der Grund hierfür ist eine Verbesserung der Abwassersammlung und–reinigung..." (S. 18) 

Im Januar diesen Jahres ist der gemeinsame Bericht der Bundesministerien für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie für Ernährung und Landwirtschaft erschienen. Gemäß Artikel 10 der Richtlinie zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigung durch Nitrat aus landwirtschaftlichen Quellen 91/676/EWG (EG-Nitratrichtlinie) ist die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, der Kommission alle vier Jahre einen
Bericht über die Umsetzung der Nitratrichtlinie vorzulegen. Der Bericht beschreibt den Zustand und die Entwicklung der Gewässerbelastung für Grundwasser, Oberflächen- und Küstengewässer. Da die Bundesrepublik Deutschland von der Möglichkeit des Artikel 3 Absatz 5 Gebrauch gemacht hat und die Aktionsprogramme auf ihrem gesamten Gebiet anwendet, enthält der Bericht die Darlegung der vorbeugenden Maßnahmen nach Artikel 4 (Anhang V, Ziffer 1) und die Übersicht über das Aktionsprogramm nach Artikel 5 (Anhang V, Ziffer 4).

Den vollständigen Bericht finden Sie hier 

 

 

 

 

agw-Positionspapier WRRL

Bergheim, den 22.05.2017: 

Die agw veröffentlicht ihr Positionspapier anlässlich der anstehenden Überprüfung der
WRRL und einer möglichen Revision
- Erfahrungen aus 17 Jahren Umsetzungsprozess:
Verbände für eine Fortführung der Richtlinie!

  

Die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) soll 19 Jahre nach ihrem Inkrafttreten, d.h. im Jahre 2019, überprüft werden. Wir möchten gerne mit unseren Vorschlägen unsere Erfahrungen bei der Umsetzung der Richtlinie in die anstehenden Beratungen einbringen. Der ökologische und chemische gute Zustand sind ein Teil der Nachhaltigkeitsstrategie und Daseinsvorsorge und damit eine der zentralen Prämissen der EU-Umweltpolitik. Auch kommende Generationen sollen damit die Gelegenheit erhalten, die Vielfalt und Schönheit der Gewässer zu erleben und ihre Ressourcen nutzen zu können.

Hauptziel der WRRL ist die Erreichung des guten ökologischen und chemischen Zustands in den Gewässern. Aus Sicht der agw ist es unstrittig, dass der gute ökologische Zustand bzw. das gute ökologische Potenzial in einem dicht besiedelten Industrieland wie Deutschland vorrangig über Maßnahmen am und im Gewässer zu verwirklichen ist, schwerpunktmäßig durch die Verbesserung der Gewässerstruktur und der Hydraulik sowie der Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit. Hierbei ist zu beachten, dass in Deutschland die Belastungen mit anthropogenen Spurenstoffen wegen eines flächendeckend hohen Standards bei der kommunalen und gewerblichen Abwasserreinigung in der Regel nicht zustandsbestimmend für die ökologische Gewässergüte sind. Dies kann in anderen Mitgliedsstaaten der EU anders sein.

Mit Blick auf die seit Einführung der Wasserrahmenrichtlinie bereits sichtbaren positiven Entwicklungen unserer Gewässer ist es aus Sicht der agw sinnvoll, den begonnenen Prozess der WRRL in der EU kontinuierlich fortzuführen. Aufgrund unserer gewonnenen Erfahrungen aus dem Umsetzungsprozess vor Ort möchten wir uns frühzeitig in den Diskussionsprozess einbringen..

Das vollständige Positionspapier haben wir Ihnen hier hinterlegt